Saturday, May 07, 2005

Der Prinz und die Manieren des Journalismus

Weise Worte kamen vom Festredner Prinz Asserate über Manieren im Journalismus - und wir saßen in der zweiten Reihe mit T-Shirts unter´m Sacko. Als der Preis dann schließlich an uns ging haben wir den Bogen doch noch irgendwie hinbekommen, wurde uns am Nachmittag doch gelehrt, "Internet, das ist doch eh anders". Kann Internetjournalismus dennoch manierlich sein, oder ist es doch nur die Abladefläche für alle, die sich keine Druckerschwärze leisten können? Das Gegenteil zu beweisen, daran arbeiteten wir seit 3 Jahren (unter Beruf auf die multimedialen Möglichkeiten des Webs und die Blogger in Iran, die selbst mit Druckerschwärtze nicht drucken dürften), in diesem Sinne muss Internetjournalismus heute genau so manierlich angesehen werden wie das aussterbende Establishment. Überhaupt, das war der wichtigste Satz später am Erdbeerbuffett: Sind sie sich eigentlich im klaren darüber, dass sie sich ihre eigenen Jobs vernichten, mit dem, was sie da machen - fragt ein leitender Manager von Springer. Unrecht hat er nicht, und gleichzeitig werden wir dafür ausgezeichnet.

Der Klumpen.

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